Steuererklärung

Alle steuerpflichtigen Personen in der Schweiz haben jährlich ihre Steuererklärung auszufüllen, in der sie ihre Einkommen und das Vermögen deklarieren. Basierend auf den Angaben wird die zu entrichtende Steuer berechnet.

Steuererklärung

Zu Beginn des Jahres erhalten alle Steuerpflichtigen vom Kantonalen Steueramt eine Einladung zur Einreichung der Steuererklärung. Diese kann von Hand, mit einer speziellen Software oder online ausgefüllt werden. Eine Wegleitung gibt vor, wie die Steuererklärung ausgefüllt werden muss und bis wann sie mit welchen Beilagen bei der Steuerbehörde einzureichen ist. Es empfiehlt sich, vor dem Ausfüllen der Formulare die in der Wegleitung aufgeführten erforderlichen Unterlagen bereitzulegen (Rubrik «So gehen Sie am besten vor»).

Gegenwartsbesteuerung

In der Schweiz gilt das System der Gegenwartsbesteuerung. Das heisst, die Einkommens- und Vermögenssteuer ist für das Jahr geschuldet, in dem das Einkommen erzielt wird. Das Vermögen bemisst sich nach dem Stand am Ende des Jahres (31. Dezember). Da die Steuerpflichtigen erst nach Ablauf des Steuerjahres wissen, wie hoch das Einkommen war, wird die Steuererklärung erst im folgenden Jahr ausgefüllt. Der Versand der Steuerklärung sowie die Veranlagung (definitive Einschätzung) und Abrechnung für das Steuerjahr findet daher jeweils erst im Folgejahr statt.

Beispiel:

2018

2019

Bemessungsjahr = Steuerjahr
provisorische Rechnung für 2018                
Steuererklärung für 2018
Veranlagung und Schlussrechnung für 2018

Damit Bund, Kantone und Gemeinden trotz der zeitlichen Verzögerung Geldmittel für ihre laufenden Ausgaben zur Verfügung stehen, leisten die Steuerpflichtigen in Form von provisorischen Steuern Vorauszahlungen für ihre voraussichtliche Steuerschuld. Sobald das Steueramt anhand der Steuererklärung die Veranlagung vorgenommen hat, erstellt es die Schlussabrechnung und verrechnet die tatsächlich geschuldeten Steuern mit den Vorauszahlungen.

Steuerrechnung

Im ersten Quartal des Jahres erhalten die Steuerpflichtigen eine provisorische Rechnung (Zahlungsempfehlung). Der mutmasslich geschuldete Steuerbetrag basiert auf den letztgenannten Einkommens- und Vermögensverhältnissen. Sobald die Steuererklärung definitv eingeschätzt worden ist, wird die Schlussabrechnung (Definitive Steuerrechnung) zugestellt.

Beispiel: Die Steuer für das Jahr 2018 wird im ersten Quartal 2018 provisorisch in Rechnung gestellt, obwohl sie erst im Jahr 2019 aufgrund der Steuererklärung 2018 definitiv berechnet werden kann.